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Nuevo Chá hat sich dem Son verschrieben. Dieser musikalische Stil, der durch Ry Cooder und den „Buena Vista Social Club“ eine weltweite Renaissance erlebte, ist über 120 Jahre alt. Im Spiel von Nuevo Chá spiegelt sich die leidenschaftliche Lebensfreude und das mitreißende Temperament einer Musik, die mit ewiger Jugend gesegnet ist.
Seine musikalische Grundform entwickelte der Son um 1880 im Osten Kubas, wo dieser traditionelle Musikstil auch heute noch in seiner ursprünglichen Form lebendig ist. Der Son, dessen Bedeutung von Sonido (Klang) abgeleitet wird, bildet die Grundlage des Salsa; Son bedeutet, der Klang, die Stimme.
Es waren ursprünglich Straßenmusiker, die für die Verbreitung des Son sorgten. Anfängliche Verbote der spanischen Inselherren konnten den Siegeszug dieses ausgelassenen, mitreißenden Musikstils nicht stoppen, ein Siegeszug, der bis heute anhält.
Im Son vereinigen sich spanische Gesangstradition, Saiteninstrumente und die Melodien der „Guajira“ und des „Punto“ mit den Rhythmen afrikanischer Trommeln. Aus dem Son entwickelte sich das einflussreichste Element der populären lateinamerikanischen Tanzmusik, die Salsa.
Die ältesten Sones gehen zurück auf eine afro-hispanische Liedform aus dem 18. Jahrhundert, den Negon. Es ist ein einfaches Gesangsmodell, das vor allem aus Variationen eines Refrains besteht, begleitet von einer Gitarre. Diese, aus den Bergen um Santiago stammende, rudimentäre musikalische Form ging später durch anhaltende Variierung und durch die Hinzunahmen neuer, meist aus Afrika stammender Instrumente über in den Changüi und schließlich in den Son.
Der Son wurde im Laufe der Jahrzehnte, durch die in New York lebenden kubanischen Musiker in die „Salsa“ weitergeführt und Izzy Sanabria, Journalist und Promoter des berühmten Fania Schallplatten-Labels, hat im Jahre 1974 den Begriff „Salsa“ als Bezeichnung der neuen Musikrichtung eingeführt. In seiner Zeitschrift „Sanabria“, dem „Latin NY Magazin“ und als Gastgeber der Salsa TV Show „'73“ hat er den Begriff verstärkt zur Kategorisierung und Beschreibung des neuen Stils eingesetzt. Im Fania-Film „Salsa“ 1975 wurde der Begriff dann endgültig im Titel etabliert. Dies bewirkte einen enormen Bekanntheitsschub, wodurch die Anfänge der Salsa vielfach auf die Mitte der 1970er-Jahre angesetzt werden.
Man hat danach aus dem Rückblick versucht, den Ursprung des Begriffs „Salsa“
als Bezeichnung für die Musik zurückzuverfolgen: 1933 schrieb der kubanische Komponist Ignacio Piñerio den Son Échale Salsita. Der Begriff verselbstständigte sich im Laufe der Zeit zum Anfeuerungsruf für die Tänzer (ähnlich wie „azúcar“). Beny Moré eröffnete in den 1950er-Jahren seine Shows oft mit der Begrüßung „Hola, Salsa!“. Auch die kolumbianische Cumbia, der puertorikanische Bomba und Plena, der kubanische Cha-Cha-Cha und der dominikanische Merengue flossen in die Salsa ein.
In der Clave, (la Ilave „der Schlüssel“) zwei Holzstäben, liegt der Schlüssel zum Verständnis des Son. Der Clave-Spieler gibt die, während eines Stückes stets gleich bleibende rhythmische Grundfigur vor. Alle anderen Perkussions- und Harmonie-Instrumente, sowie Bläser und SängerInnen richten sich nach der Clave. Alle Rhythmus-Instrumente unterlegen die Musik gleichzeitig mit verschiedenen Schichten und spielen so in einer Polyrhythmik zusammen (den sogenannten „Patterns“). Congas und Bongos betonen in der Tradition des Swing die vierte Zähleinheit im 4/4-Takt bei leichter Betonung des zweiten Schlages. Der Gesang und alle Musikinstrumente betonen dagegen nach der europäischen Tradition die erste Zähleinheit, bei leichterer Betonung des dritten Schlages. Auf diese Weise entsteht in der Salsa eine andauernde rhythmische Spannung zwischen Gesang und Musikbegleitung auf der einen Seite und den Rhythmus-Instrumenten auf der anderen Seite.
Auch wenn die Claves als Instrument in der Salsa nicht so häufig zum Einsatz kommen, ist die Clave-Figur in der kubanischen Musik von zentraler Bedeutung. Sie markiert eine Rhythmus-Einheit über zwei Takte nach dem Schema des kubanischen Son. Die Geschwindigkeit in einem Salsa-Lied kann zudem variieren. Die Ursache dafür liegt im Montuno. Der Montuno war ursprünglich der Schlussteil des Danzóns, ein zum Ende des Liedes hin leicht beschleunigtes und lebendiges Finale. Im Son Montuno bekam dieser Schluss immer mehr Raum und entwickelte sich zu einem Improvisationsteil, dessen Intensität durch die Campana (Kuhglocke) gesteigert wurde. Der Montuno war auch der Ort für Instrumentalsoli. Viele Salsa-Musiker ahmen dieses Schema nach, indem sie ihren Improvisationsteil an den Schluss des Arrangements setzen. Das Tempo zieht an und Band-Mitglieder, die gerade nicht spielen, können den Montuno durch zusätzliche Rhythmusinstrumente – Maracas, Guiro oder auch die Clave mit Händen klatschen – unterstützen. |
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SIE HÖREN
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| Almendra |
| Album: "Entre Dos Mundos" |
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